Was ist ein Neurostream?

Ein Neurostream ist ein Audio-Programm, das Musik oder Klanglandschaften mit psychoakustischen Frequenzmustern verbindet. Ziel ist, das Gehirn beim Übergang in einen gewünschten mentalen Zustand zu unterstützen — etwa Entspannung, Konzentration, Meditation oder Schlaf. Neurostreams™ ist eine eingetragene Marke. Entwickelt werden die Programme seit 2010 vom Berliner Web-Unternehmer Tim Daugs (New Dimension Marketing GmbH).

Wie funktioniert ein Neurostream?

Das Gehirn arbeitet mit elektrischen Spannungsschwankungen, den Gehirnwellen. Je nach Zustand dominieren unterschiedliche Frequenzbereiche: Delta im Tiefschlaf (etwa 0,5–4 Hz), Theta bei tiefer Entspannung und Meditation (4–8 Hz), Alpha bei entspannter Wachheit (8–12 Hz), Beta bei Konzentration (12–30 Hz), Gamma bei hoher geistiger Aktivität (über 30 Hz).

Neurostreams nutzen das Prinzip der Frequenzfolge-Reaktion (englisch „Brainwave Entrainment"): Rhythmische akustische Reize können die elektrische Aktivität des Gehirns in Richtung der angebotenen Frequenz ziehen. In einen Neurostream sind solche Reize in Musik oder Klangflächen eingearbeitet — je nach Titel mit unterschiedlichen Verfahren, unter anderem isochronen Tönen und binauralen Beats. Viele Neurostreams sind so produziert, dass sie auch über Lautsprecher funktionieren und keinen Kopfhörer voraussetzen.

Worin unterscheidet sich ein Neurostream von binauralen Beats?

Was sagt die Forschung?

Nüchtern betrachtet: Die Studienlage zu auditiver Gehirnwellen-Stimulation ist gemischt. Gut belegt ist, dass ruhige Musik Anspannung und Stressempfinden senken kann; für die spezifische Wirkung einzelner Frequenzverfahren sind die Ergebnisse uneinheitlich und die Studien oft klein. Neurostreams ist ein Wellness-Angebot und ersetzt keine medizinische oder psychologische Behandlung — Näheres in den Sicherheitshinweisen.

Woher kommt der Begriff?

Der Begriff entstand 2010 mit dem Start von Neurostreams als Live-Stream-Angebot — dem ersten Gehirnwellen-Radio. Über das Projekt berichteten unter anderem der Tagesspiegel (Juli 2011) und das Literaturradio „litradio" in einer Fallstudie (2013, „Neurostreams®, Fallstudie von Tim Daugs"). Heute umfasst Neurostreams das laufende Radio auf neurostreams.de sowie Download-Programme für gezielte Anwendungen.